Van Aus- und Umbau Projekte vollendet

14 grosse und vier kleine Projekte sind erfolgreich umgesetzt, nun lässt der Van (fast) keine Wünsche offen 😉

1.) Angefangen habe ich mit der Alarmanlage von Thitronik – WiPro III SaveLock. Gut vorbereitet habe ich den Einbau gestartet und gehofft, dass sich der Erfolg sehr schnell abzeichnet. Doch „denkste“, irgendwie hat die Alarmanlage nicht funktioniert, sie wollte Ihrer Aufgabe nicht nachkommen. Erster Fehler gefunden, einer der Gel-Kabelabzweiger scheint die 12V nicht zu liefern. Also weg mit dem Teil und den guten alten Lötkolben aktivieren. Beim Warnblinker und der Hupe dann das selbe Problem, so habe ich mich entschieden, alle sechs Kabelabzweiger wieder zu entfernen, die Abzweigungen zu löten und mit Wago-Klemmen zu ergänzen.
Sofern dann auch alle Van Türen sauber geschlossen sind, funktioniert die Alarmanlage 🙂 – endlich. Die Haupttüren werden über den CAN Bus kontrolliert (2x Front-, Schiebe- und Hecktür), für die fünf Seitenfenster, die drei Dachfenster und Sicherung der Bikes habe ich Magnetkontakte beschafft. Die Schlüsselplatine (Safe.Lock Umrüstplatine) habe ich ersetzt und musste den neuen Transponder in einer Fachwerkstatt programmieren lassen. Das Kabel zur Hupe habe ich mit einem Ein-Aus Schalter versehen, die Hupe soll auf keinen Fall auf einem Campingplatz beim versehentlichem Öffnen eines Fensters losgehen – speziell nicht in der Nacht ;-). Aufwand mit Fehlersuche ca. 3-4h – oder war es doch etwas länger?

2.) Dann waren die schlecht klingenden Fiat Original-Lautsprecher im Fahrerhaus an der Reihe. Bass- Mitteltöner in den Türen entfernen, Dämmmaterial für einen besseren Klang in die Innenseite der Türen kleben, die neuen Lautsprecher (Gladen RS Line) in die Türen sowie die neuen Hochtöner in die Remisfront einbauen. Weiter hat das Pioneer Mediacenter noch einen besseren Verstärker verdient, den Pico2 von Mosconi mit dem passenden ISO-Kabelkit. Jetzt stimmt die Klangqualität während des Fahrens. Die zwei Lautsprecher über der Sitzgruppe haben wir per Fader-Einstellung ausgeschaltet. Für die musikalische Unterhaltung während wir „stehen“, verwenden wir einen JBL Charge 4 Bluetooth Lautsprecher. Aufwand ca. 2 -3h.

3.) Einbau Prick-Stop Einbruchschutz an den relevanten Türen inkl. der drei Stahlketten Fahrer- Beifahrer- und Schiebetüre sowie Diskus-Schloss zur Aussensicherung der Schiebetüre. Kleine Anpassungen für Hecktüren und an den Kettenbefestigungen mit Karabiner für Kabinen- und Schiebetüren waren dann beim Malibu noch nötig. Mit diesen Massnahmen kann der VAN in den bekannten „Einbruch-Ländern“ auch etwas einsamer auf einem Parkplatz abgestellt werden. Die Kombination mit der Alarmanlage gibt uns ein sehr gutes Sicherheits-Gefühl – auch auf Stellplätzen wenn wir im Fahrzeug schlafen. Ein Aufwand der sich gelohnt hat: Ca. 2-3h.

4.) Da wir regelmässig autark stehen werden, sind für uns die USB Dosen wichtiger als die 230V Anschlüsse. Bei Malibu gab es einzig die Option, oberhalb der Betten in den Stauschränken eine USB Dose einzubauen, diese haben wir zwar bestellt, aber ob wir sie wirklich nutzen werden ist noch unklar. Die USB Dosen im Fahrerhaus sind dann auch eher zu umständlich und hängen an der Starterbatterie – also nur für’s Laden während der Fahrt gedacht. Das Umhängen dieser Dosen auf die Boardbatterie ist keine Option für uns. Unsere Ansprüche fordern, im Wohnraum bei der Sitzgruppe Lademöglichkeiten für MacBook’s, iPad, iPhones, Kamera etc. zu haben, also haben wir den Aufwand auf uns genommen, ein 12V Kabel vom Elektroblock in die Sitzgruppe verlegt und eine USB Dose (USB-A und USB-C) eingebaut. Aufwand ca. 1h.

5.) Und da wäre noch das feine Nespresso zum „z’Morge“. Da wir wie geschrieben häufig ohne Strom stehen werden und nicht auf unseren Espresso verzichten möchten, haben wir uns den Dometic SinePower 1512 Wechselrichter (WR) beschafft und unter dem Beifahrersitz eingebaut. Da der WR täglich lediglich 1-2x im Einsatz ist, habe ich zusätzlich einen 12V Hauptschalter eingebaut. Die Kabel mit fettem Querschnitt von 25mm2 habe ich unter dem Holzboden hinter Fahrer- und Beifahrersitz verbaut und die Länge von 1M nicht überschritten. Zwischen der Batterie und dem WR musste noch eine „grobe“ 250A Sicherung rein. Der 230V Ausgang ist unter dem Beifahrersitz direkt neben dem Solarregler. Ursprünglich wollte ich einen 230V Vorrang-Schalter mit zusätzlichem FI einbauen (automatische Power-Wahl zwischen Landstrom und Wechselrichter), doch die 230V Verkabelung im 640er ist uncool gelöst, so sind z.B. die 230V Dosen beim Küchenblock mit dem Kühlschrank verbunden, diese aufzutrennen würde sehr viel Aufwand bedeuten. Alternativ den Kühlschrank bei fehlendem Landstrom über die 90AH Super B Lithiumbatterie laufen zu lassen wäre ein NoGo. Die gebaute Lösung ist also sehr stimmig für uns und funktioniert einwandfrei. Sind wir autark, beziehen wir die 230V nur über die Dose beim Beifahrersitz. Aufwand WR ca. 3-4h.

6.) Wir haben uns gegen Solar auf dam Dach des VAN entschieden – aus verschiedenen Gründen. Geliebäugelt haben wir mit einem 180W Solarkoffer (zusammenklappbar), doch dieser ist zu gross, passt nicht hinter die Frontscheibe. Google hat uns geholfen, ein flexibles Solarmodul 175W zu finden, welches hinter die Scheibe passt, sich im VAN verstauen lässt und eben auch im Aussenbereich flexibel einsetzbar ist.
Bei fairem Wetter ist die Solarausbeute ca. 5h pro Tag, ein 175W Solarmodul liefert also im besten Fall 875W, teilen wir diese mit den 12V, kriegen wir ca. 73Ah „Futter“ für die Batterie. Also gar nicht so schlecht, auch wenn es dann nur die Hälfte sein sollte. Unser Verbrauch bei einer eher kühlen Nacht (5-10 Grad) mit eingeschalteter Dieselheizung, Gebläseleistung der Truma auf Eco, am Abend ca. zwei bis drei Stunden Licht im VAN, 2 Handy’s geladen und am Morgen 4 Nespresso aufgebrüht hat die 90Ah Super B noch 83% verfügbare Energie angezeigt. Uns reicht unsere Konfiguration der gewählten Lithium Batterie mit einer 175W Solarzelle vom Frühjahr bis zum Herbst problemlos für 2-3 Tage ohne Weiterfahrt. Wird das Fahrzeug dann „bewegt“, hilft der Ladebooster, dass wir innert ca. zwei bis drei Stunden wieder eine volle Aufbaubatterie haben. Für Wintercamping ist dann voraussichtlich Landstrom angesagt. Aufwand Solar ca. 2h.

7.) Der Einbau der Raintec RT100 Regenrinne mit Aussenlicht und Fernbedienung war mit vernünftig Aufwand zu bewältigen. Nachdem wir „Eingang“ für das Kabel und die 12V Versorgung oberhalb der Schiebetüre, hinter dem Panel gefunden haben, Regenrinne ankleben und die drei 3er Löchlein bohren – die Positionierung muss beim ersten Versuch stimmen. Abgedichtet haben wir die Bohrstellen und die Kabelführung mit Sikaflex 252i. Aufwand ca. 1 1/2h.

8.) Stehen wir autark, wird das Thetford Kassetten WC nicht nur als „Pipi-Box“ verwendet. Um dann den Gerüchen Meister zu werden, gibt es die SOG Toilettenentlüftung in verschiedenen Varianten (Boden, Dach oder Tür). Wir haben uns für die Türvariante entschieden. Die Einbauzeit hat gute zwei Stunden gedauert – ok ich bin das Projekt eher langsam angegangen, so bohrt man z.B. ein 35mm Loch in die Klappe welche nach Einbau wieder dicht sein muss. Alles sauber verkabeln und den Ventilator in der Klappe mit Sikaflex 252i abdichten. Nach dem Probewochenende mussten wir feststellen, dass der SOG Ventilator in die falsche Richtung gezeigt hat und so das vollständige rausdrehen des WC im Bad unmöglich war. So musste ich also nochmals ans Werk und habe den Ventilator um 180 Grad gedreht (Einlass nicht in Fahrtrichtung sondern nach hinten). Nochmals neu dichten und fertig ist das Projekt. Den Aktivkohlefilter muss (sollte) man jährlich wechseln um seine Wirksamkeit sicher zu stellen. Aufwand SOG wie geschrieben 2 bis 2 1/2h.

9.) Eine Aussendusche bringt viele Vorteile: Füsse „vom Sand befreien“, Zubehör wie die Keile reinigen oder eben uns selber duschen nach einem Bad in einem See im Norden von Europa. Die Hauptinstallationen wie Boiler und Wassertank sind ja bereits vorhanden. Also die geeignete Position für eine Abzweigung suchen und die Armatur einbauen. Diesen Einbaustandort haben wir dann auch schnell gefunden: In der Heckgarage gibt es ein schwer bedienbares kleines Kästchen. Den Einbau dieser Armatur haben wir dann gleichzeitig mit einem weiteren kleinen Umbau kombiniert. Der Kasten besteht (bestand) aus zwei Türen, der oberen mit Druckverschluss und der unteren welche durch den Doppelboden eben nicht optimal bedient werden kann. So haben wir die Türe des oberen Kastens entfernt und den Druckverschluss im unteren – zusammen mit der Duscharmatur – eingebaut. Vorteil Kastenumbau: Wir kriegen den oberen Kasten einfacher gefüllt z.B. mit Getränken in Pet-Flaschen. Ein gelungenes Projekt mit grossem Nutzen. Aufwand Aussendusche ca. 2 bis 3h.

10.) Gerne möchten wir geweckt resp. informiert werden stimmt etwas mit den Gas-Anschlüssen nicht. Wir haben ein Gas- Alarm System mit externem Zusatzsensor eingebaut, dem Tri-Gas Warner. Dieser ist im Bereich der Betten installiert, auch hierfür mussten wir 12V Leitungen verlegen. Da wir bereits in der Sitzgruppe angekommen sind mit den 12V Anschlüssen, war es noch eine kleine Übung, die Kabel in diesen Bereich zu verlängern.
Ausgelöst wird der Alarm, sobald der Gasmelder im Wohnmobil eine gefährliche bzw. erhöhte Konzentration der folgenden Arten von Gas misst: Propan, Butan, Narkose- und Betäubungsgas. Aufwand ca. 1h.

11.) Wir haben den optionalen Doppelboden mit dem Fahrzeug mitbestellt. Im unteren Teil verstauen wir Tisch, Stühle, Hocker, Strandstühle und – muschel, Keile etc. Im oberen Bereich sind Grill und 6 Utzboxen mit Utensilien (Kabel 230V und Solar, Wasserschläuche und Fîlter, Reinigung, Werkzeug, Elektronik und Fotografie und „Vorzelt“ resp. Markisen-Zubehör. Um die Utzboxen zu sichern, haben wir Zurrschienen eingebaut welche auch bei einer Vollbremsung wirken und die Kisten sowie Grill effektiv sichern. Coole Sache mit lediglich 4KG Zusatzgewicht. Aufwand ca. 2h.

12.) Einen Gas-Aussen-Anschluss in die Seitenwand des Van einzubauen war nicht als Option bestellbar. So habe ich eine Alternative gesucht und bin auf die Idee gekommen, diesen Anschluss im Gaskasten zu realisieren und den Schlauch über die Gas-Zwangsbelüftung im Kasten ins Äussere zu führen. Ich habe die bestehenden Gasleitungen an zwei Punkten auseinander geschraubt, aufgesägt, verkürzt, den Anschluss mit zusätzlichem Rohr (Röhrchen) verlängert und die neue Konstruktion wieder zusammengebaut. Den Leckspray-Test hat diese Umbauarbeit bereits 2x bestanden. Coole Installation für den Grill, so müssen wir keine separate Gasflasche mitführen. Aufwand Gas-Aussenanschluss ca. 1h.

13.) Den Holzrost des Malibu habe ich mit dem Froli-Bettsystem ausgetauscht. Das Froli kennen wir bereits von unserem Fendt und es hat uns vom Schlafkomfort positiv überzeugt. Etwas aufwendig, aber nach ca. 3-4 Stunden ist der original Rost ausgebaut, das Froli-System zusammengesetzt und eingebaut. Happy Dreams 😉 und ca. 5KG weniger Gesamtgewicht :-).

14.) Die Remis-Dachhaube (HEKI) ist eine coole Sache bei Nutzung der Sitzgruppe: Licht, Luft und Sicht zu den Sternen. Doch beim Fahren mit dem Van beginnt die Dachhaube ab ca. 110Kmh laute Geräusche zu entwicklen. Eine Unterhaltung ist dann fast nicht mehr möglich. Nur noch mit 100Kmh unterwegs zu sein ist auf keinen Fall eine Lösung, so hätten wir ja schon fast den Wohnwagen behalten können. Die Suche im Internet hat uns zu „functional design“ und den in Deutschland von Hand produzierten Spoilern gelotst. Sehr gute Referenz-Auskünfte gaben uns die Sicherheit, diesen Dach-Spoiler zu bestellen. Leider liefert „functional design“ nicht in die Schweiz, so haben wie die Dienstleistung von Grenzpaket beansprucht und das Teil in Waldshut-Tiengen abgeholt. Die Montage muss exakt passieren, die Anleitung ist ausführlich und die Umsetzung dann bei trockenem Wetter und ca. 16 Grad. Aufwand ca. 3-4h.

Nun noch die Kleinprojekte:

Ich möchte eine meiner Kameras jederzeit „griffbereit“ im Fahrerhaus verfügbar haben. Da ich bereits mit meinen Stativen und meiner Kameratasche mit dem kompatiblen Wechselsystem von Peak Design und Manfrotto arbeite, habe ich einen Peak Design Capture Clip (Kamera Halterung) bestellt und eingebaut. Eine coole Sache. Aufwand ca. 1/2h.

Das Navi des Pioneer Mediacenter lässt sich nur bei angezogener Handbremse bedienen – so ein Quatsch! Dies liegt doch hoffentlich in der Eigenverantwortung des Fahrers und im WoMo fährt in der Regel ja auch ein Beifahrer mit, welcher das Gerät bedienen kann. Also, Ausbau des Handbrems-Schalters des Mediacenter und Kabel auf Masse legen. Erfolg:-) Aufwand ca. 1/2h

Da wir das Fahrzeug in Deutschland bestellt haben, ist da noch der Umbau der vier Schuko auf CH Dosen sowie der Austausch der Gasschläuche des Truma Duo Control CS von Typ G12 auf G2 nötig. Kleine Sache, grosser Nutzen. Aufwand ca. 1/2h

Es gibt Länder in Europa in welchen man nur mit Ersatzmaterial für die Aussenleuchten rumfahren darf. Also haben wir uns diese unterschiedlichen Dinger gemäss Fiat-Anleitung bestellt (zus. noch die relevanten Sicherungen und Releais). Für die H7 und H11 Halogen-Leuchtmittel (Scheinwerfer und Nebelleuchten) haben wir Night Breaker Laser Next Generation von Osram bestellt und bereits eingebaut. Die Original-Leuchtmittel nehmen wir nun als Ersatzmaterial. Der Beweggrund ist erhöhte Sicherheit: Die Night Breaker Laser sind bis zu 150 % heller, der Lichtkegel ist bis zu 150 m lang und 20 % weisser als von herkömmlichen Leuchtmitteln und als das Gesetz verlangt.

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  • Um- und Ausbau de Malibu

Für Fragen oder Tips stehe ich dir gerne zur Verfügung, sende eine Email an rolf (at) cowboy (punkt) ch.

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