USA 2013 – dritte Woche

14. Oktober 2013 – Tucson

Frühstück im Hotel, Fahrt zum “Arizona Sonoma Desert Museum”.  Eingeplant hatten wir ca. 2 bis max 3h für dieses Museum in der Wüste Arizona’s, daraus wurden aber gute 5h. Es war einfach cool (was es zu sehen gab) und hot (Hitze 😉 ) zugleich. Viele Pflanzen und Tiere sind zu besichtigen, einige in grossen, artgerechten Gehegen, andere frei in der “Natur”. Geniesst die Bilder.
Auf dem Nachhauseweg hiess es noch Wäsche waschen – unser tolles Hotel hier in Tucson bietet diese Möglichkeit nur als “Managed Service”, bei unseren vielen “Einzelteilen” wäre diesen Service zu nutze viel zu teuer gekommen.
Aktuell sitzen wir im Pub vis-a-vis unseres Hotels bei einem Glas Smithwicks (wer’s kennt 😉 ) und Pino Grigio und warten auf unser Essen. Ein tolles Lokal – wir waren gestern schon hier.

Tucson Mountain Park (auf dem Weg zum Desert Museum). Saguaro Kakteen machen deren Arme erst ab dem 75 Lebensjahr. Ein 10 Jahre alter Saguaro Kaktus ist  ca. 15-25cm gross. An den Hängen in diesem Park wimmelt es nur so von diesen sehr grossen (ca. 1 bis 4 Meter) Kakteen.

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  • 2013-10-14

Morgen geht es weiter nach Yuma via Phoenix (HRC 😉 ). Seid ihr wieder dabei? Also c u tomorrow!

15. Oktober 2013 – Fahrt Tucson nach Yuma. Besuch HRC Phoenix

Heute steht ein kleiner Umweg über Phoenix auf dem Programm. Der Grund ist der Besuch des Hard Rock Cafe (HRC) – dieses wird bereits die Nummer 52 auf meiner “besucht” Liste. Kurz vor 11h00 am Ziel angekommen konnten direkt neben dem HRC parkieren – wow, super für eine Grossstadt! – und rein ins “Vergnügen”. Doch, die Türen sind verschlossen – „closed“ … warum? Ein freundlicher Herr meint sie haben nur etwas Verspätung – aha dann ist ja alles paletti. Die HRC’s gehören ja glücklicherweise nicht dem Staat und sind vom Gov. Shutdown nicht betroffen. Wir essen „Bruschetta“ und einen “Caesar Salad” – mmh es war fein, etwas dominant der “chnobli” aber wir beide lieben Knoblauch, somit ok ;-). 12h00 Weiterfahrt nach Yuma – eine prägende Stadt für viele Cowboy Stories. Einer der Gründe ist das alte „Yuma Territorrial Prison“ welches heute ein State Park ist. „State Park“ = „offen“ bzw. ungleich „National Park“ und wäre somit „geschlossen“ wegen des aktuellen Shutdown der Staatsbetriebe. Dieses historische Museum / Gefängnis war von 1876 (erste sieben Häftlinge) bis 1909 in Betrieb. In diversen Western  Filmen wurde diese Kulisse verwendet, u.A. auch für den „3:10 Yuma“ bzw. auf Deutsch „Todeszug nach Yuma“ welcher in unserer eigenen Videothek nicht fehlt ;-). Dem Bau der Eisenbahnbrücke über den Colorado und Gila River musste dann ein Teil des Gefängnisses weichen. Der Rest wurde mit privaten Geldern sehr schön restauriert.

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  • 2013-10-15

Chase Field Baseball Stadion der Arizona Diamondbacks, es fasst nahezu 50’000 Zuschauer

Chase Field Baseball Stadion

16. Oktober 2013 – Fahrt Yuma nach San Diego

09h30 – wieder zurück in Kalifornien – morgen vor zwei Wochen haben wir diesen US Bundesstaat verlassen und sind durch Nevada, Arizona, Utah, Colorado und New Mexico gefahren. Bald 3’000 Meilen. Noch drei Tage, unser Heimflug naht, schade. Geniessen wir also die letzten Stunden in San Diego, es stehen ja noch einige wichtige Meilensteine auf unserem Programm. Auf der Fahrt kreuzten wir Wüsten-Abschnitte Kaliforniens – imposant waren die kilometerlangen Sanddünen: Keine Sträucher, keine Bäume. Wir haben die nächst mögliche Ausfahrt gewählt um in diese Dünen zu fahren – fotografieren aus dem Auto war unmöglich. Doch vor Einfahrt der Düne wurden wir per Schild aufgeklärt, dass eine Sonderbewilligung notwendig ist und diese sichtbar im Auto an der Scheibe angebracht werden muss. Wir gehen dieses Risiko nicht ein und wenden – auf die andere Seite der Brücke. Auch hier geht es nicht weiter – also aussteigen und die Umgebung zu Fuss erkunden: Zwecks „Föteli“ ;-). Bilder im Kasten, wieder eingestiegen und schon fährt ein „Border Control“ Offroader direkt auf uns zu – frontal. Fragen geklärt und weiter geht’s (es stand direkt neben unserem Dodge ein herrenloses Auto und das an der Mexikanischen „Grenzmauer“ …).  Offizielle „Boarder Control“ Checks innerhalb den USA (Auto auf Highway auf 0 km/h gedrosselt, Fragen beantwortet, Ausweise immer zur Hand) – speziell in der Nähe der Mexikanischen Grenzen hatten wir insgesamt fünf, alle sind gut verlaufen, wir passen nicht in das „Feindbild“ ;-).

Ca. 13h30 im Hotel in San Diego angekommen – tolle Anlage, so auch die Lage. Und wieder ein sehr schönes, grosses Zimmer. Auto ausladen – diesmal ganz, da es unsere letzte Residenz ist, wir müssen bis Samstag’s das ganze Gepäck flugtauglich neu packen. Nun steht noch der Besuch des Point Loma an, er bietet eine tolle Aussicht auf das „Downtown“ und auf den Hafenteil mit unserem Hotel – „Lighthouse“ inklusive. Doch dieser Fleck von San Diego ist scheinbar national organisiert und daher „CLOSED due to Shutdown“. Suchen wir also weitere „Spots“ für unsere Bilder.

… soeben verlässt ein US Armeeschiff – groooosssss – den Hafen, direkt an unserem Hotel vorbei. Mehrere US Helikopter patroullieren seit 1/2h den ganzen Hafen – um die Ausfahrt dieses grossen Kolosses zu sichern? Wir sitzen auf dem Balkon unseres Zimmers bei einem Glas Wein, es ist dunkle Nacht (aber erst kurz nach 20h20). Wohin die Fahrt wohl geht? Von uns auf jeden Fall: Alles Gute, kommt heil zurück!

Nachtrag: Wir haben am 17.10. erfahren, dass es die CVN-79 (Nimitz Class Supercarrier) Ronald Reagan (BJ 2003) war, welche so gut bewacht aus dem Hafen von San Diego fuhr. Die CVN-79 Carl Vinson (BJ 1981) war während unserer gesamten Aufenthaltsdauer in San Diego im Marine Hafen angelegt. San Diego ist der Heimathafen dieser zwei aktiven, atomar betriebenen „Carrier“ / Flugzeugträger.

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  • 20131016

Morgen erkunden wir San Diego, also „c u tomorrow“ …

17. Oktober 2013 – San Diego

Der heutige Tag war voll und ganz San Diego gewidmet, keine weiter entfernten Abstecher, keine langen Autofahrten. Um 09h00 auf direktem Weg zum Harbor Drive zum Flugzeugträger USS Midway (CV-41) – ein Museum welches seit 2004 – nach langer Restaurierung – in Betrieb genommen wurde und heute jährlich von mehr als 1 Mio. Besucher bestaunt wird. Ein Riesending: 305 Meter lang, 79 Meter breit, 16’268 m2 grosses Flug-Deck bestehend aus einer 8.9cm dicken Stahlplatte. Das ganze Schiff ist 69’000 Tonnen schwer. Es wurde mit Dampf angetrieben, vier einzeln angetriebene Propeller mit 5.5 Meter Durchmesser wurden von vier Teams über die Kommandos von der Brücke gesteuert. Das Schiff fasste 12.9 Millionen Liter Diesel mit welchem der Dampf in 12 Dampfkesseln für vier Bereiche hergestellt wurde: Antrieb des Schiffes, Abschuss der Flieger, Strom für alle technischen Einrichtungen und Geräte (EDV, Funk, Spital etc.) und Strom für den „Hotel-Betrieb“ – (Wohnbereich, Küche etc.). Je nach erhöhtem Bedarf z.B. Schnelle Fahrt, konnten einzelne andere Bereiche auf Sparbetrieb geschaltet werden. Das Schiff wurde 1945 kommissioniert, es hat 90 Millionen Dollar gekostet. Zwischen 1966 und 1970 wurde das Deck verbreitert und verstärkt und das ganze Schiff modernisiert. Kosten 260 Millionen Dollar. Damals war der Dollar noch einiges mehr wert als heute (1945: 1$ = heute 13$ und 1968 1$ = heute 6.7$). Das Schiff war anfänglich im mediterranen Raum unterwegs, danach war das Schiff ab 1973 für die letzten Jahre in Yokosuka, Japan stationiert. Von dort aus  hat es viele Einsätze geleistet wie z.B. als  Leitschiff der Evakuation von Saigon im Jahr 1975, als Flaggschiff in der „Operation Desert Storm“ im 1991. Im Jahre 1992 wurde das Schiff in San Diego de-kommissioniert. Die Betriebskosten dieses mit Diesel betriebenen im Gegensatz zu einem atomar betriebenen Schiffes waren (sind heute noch) um ein mehrfaches höher und das Schiff nochmals umzubauen hätte sich auch nicht gelohnt.

Nach diesem sehr interessanten und kurzweiligen Besuch (4h!) dieses riesen Schiffs sind wir um 14h00 zu Fuss zum HRC (Hard Rock Cafe) „losmarschiert“ – das letzte (und 11te) in diesem Jahr. Da wir noch nichts – ausser einem Apfel – zu uns genommen hatten, war die Zeit reif für etwas Warmes für Magen und „Gemüt ;-)“. Weiter ging es durch den historischen Gaslampen Bezirk, Hard Rock Hotel, Santa Fe Bahnhof und zurück zum Auto. Weiterfahrt über die Coronado Brücke zur Coronado Insel zum „Hotel Del Coronado“ – auch unter „the Del“ bekannt. Vor und in diesem Hotel wurde „Some like it hot“ / „Manche mögen’s heiss“ mit Marilyn Monroe, Jack Lemmon und Tony Curtis gedreht. Trotz des Alters dieses S&W Filmes finden wir ihn noch heute toll und daher haben wir den Besuch dieses historischen Gebäudes eingeplant – über welches man übrigens auch viele Zeilen schreiben könnte – aber: „Please use Google ;-)“

Morgen nochmals ein Tag in San Diego – diese Stadt ist echt toll! Morgen Abend besuchen wir ein Country Konzert mit „Jason Aldean“ mit seiner „2013 Night Train Tour“ im „Amphitehater Chula Vista“ ca 30 Meilen ausserhalb von San Diego. Also, kein „c u tomorrow“. Am Samstag heisst es dann packen und Besuch von „La Jolla“ ein Vorort von San Diego. Die letzten zwei Blog’s kommen, garantiert, aber erst wenn es heisst: „c u back in Switzerland ;-)“

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  • 2013-10-17

18. Oktober 2013 – San Diego

Besuch von Old Town San Diego – ein State Park. Um 11h00 hungrig angekommen, sofort in eine „Cantina“ um unser wohlverdientes “Z’Morge z’Mittag” zu bestellen: „Fiesta de Reyes”  – warum diese Wahl? Es hatte im Gegensatz zu anderen Restaurants bereits Gäste – meistens ein gutes Zeichen. So hat es auch dieses Mal gepasst. Wir haben uns selbstverständlich typisch mexikanisch ernährt und es hat toll geschmeckt, die Bedienung war wie fast immer in den USA super zuvorkommend. Danach die Erkundungstour durch diese Perle von „State Park“. Tolle Museen und alte Gebäude, wieder einiges für das „Fotoalbum“ und für tolle Erinnerungen. Danach noch ein Besuch in einem Einkaufspark, es gibt noch zwei, drei kleine Dinge welche wir für unseren Heimflug benötigen, danach zurück ins Hotel. Wir haben heute noch eine letzte Email vom Veranstalter des „Jason Aldean“  Konzertes „Night Train“ erhalten: Die Strassen um den Veranstaltungsort sollen 2-3h vor Konzertbeginn recht voll sein, das Konzert sei ausgebucht – Car Pooling erwünscht – klar, wenn man sich kennt 😉 …  Die „Grosse“ darf ich nicht mitnehmen (meine Kamera), es scheint alles geregelt zu sein: Kein Zelt, keine Waffe, keine gefährlichen Gegenstände, keine Videokamera, max. 20 OZ Wasser im versiegelten Gebinde u.s.w. Auf jeden Fall freuen wir uns – YeeHaw.

Auf dem Festivalgelände angekommen hat man uns von „Pontius zu Pilatus“ geschickt um unsere, noch in der Schweiz vorbestellten und bereits bezahlten Tickets zu erhalten. Danach hiess es warten in einer langen Schlange, die Amis sind sehr diszipliniert in solchen Situationen, kein Gedränge, kein Vordrängeln einfach nur cool bleiben und warten – super! Da könnten viele Europäer und Asiaten dazulernen!

Das Konzert von „Jason Aldean“, „Night Train“ – Headliner des Abends – war super, 1A Country Music, tolle Bühnenpräsenz mit aufwendiger technischer Unterstützung. Das Gleichnamige Lied „Night Train“ hat uns mit drei weiteren tollen Ohrwürmern von anderen Country Music Stars während unserer drei wöchigen Reise durch die USA begleitet – diese aktuellen Songs wurden auf allen Country Stationen die wir anwählten mehrmals pro Tag gespielt. Wir werden alle CD’s kaufen und das Musikangebot bei western-wear.ch entsprechend aktualisieren.

Die erste Vorgruppe „Thomas Rhett“ hat uns recht gut gefallen, die zweite Vorgruppe  „Jack Owen“ war dann nicht mehr ganz nach unserem Gusto. Musik ist glücklicherweise Geschmacksache, diese Band und deren Lieder als „nicht gut“ abzustempeln wäre also falsch ;-). Nachtrag 23.10.: Gestern Abend haben wir im iTunes Store durch die Musik der drei aufgetretenen Bands und von Bands auf welche wir während unserer Reise aufmerksam wurden durchgehört. Die CD „Barefoot Blue Jean Night“ von Jack Owen haben wir ohne zögern gekauft, cooler Sound. Warum hat er sich im Stadion nur so unterschiedlich angehört ?!? …. was soll’s, die CD ist toll.

Wieder zurück vom Konzert, es waren mindestens 10’000 Besucher anwesend, also schätzungsweise  3’000 bis 4’000 Fahrzeuge. Wir konnten den inzwischen extrem staubigen (innen wie aussen) Dodge strategisch gut positionieren (nähe Ausfahrt des Geländes) weil wir vor dem Konzert früh genug im Gelände waren UND wir haben das Amphitheater nach dem letzten Lied / vor der Zugabe verlassen. So konnten wir relativ schnell auf die Autobahn fahren und konnten grössere Staus vermeiden.

So, die letzte Nacht dieser tollen Reise ist angebrochen, es ist inzwischen 00h30. Lust auf weitere drei Wochen USA? Yeeeeees – kein Problem, jederzeit und sofort 🙂 Ist aber (leider) erst nächstes Jahr wieder möglich, Verpflichtungen in der Schweiz „rufen“. Wir wünschen uns einen guten Heimflug mit etwas Schlaf. Hoffentlich wird es nicht zu „taff“, von 28 Grad (und mehr) mit Dauersonnenschein – bei 19 von 20 Tagen ! -, zurück in den mitteleuropäischen Herbst zu kommen (oder ist schon Winter 😉 ).

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  • 2013-10-18

19. Oktober 2013 – Fahrt San Diego nach Los Angeles

Ausschlafen, packen und adieu San Diego. Auch diese drei Tage/Nächte sind wie im Flug vergangen – wenn der Heimflug gefühlsmässig nur auch so schnell gehen würde ;-). – Leider müssen wir via München fliegen weil der Swiss Flug beim Zeitpunkt der Buchung kein Platz mehr hatte. Kurz noch nach La Jolla im ehemaligen „HRC“ das „z’Morge z’Mittag“ geniessen. Am Morgen haben wir festgestellt, dass unsere dritte Reisetasche eine defekte Naht hat, also noch auf die Suche nach einem „Luggage Store“. Kurz vor LA (ca. 16h00) „Bio Break“ in einem Einkaufskomplex, neuen Reisekoffer „im Angebot“ gefunden, umgepackt, T-Shirt Wechsel, und weiter geht’s in Richtung „Alamo Car Rental Return“ LAX. Auto zurück gegeben mit 21’523 Meilen (abgeholt mit 17’969) also sind wir 5’719,6 km gefahren, wow. Fahrzeit 78 Stunden. Wir haben vertraglich eine „Flattfee“ abgemacht: Unlimitierte KM, alle notwendigen Versicherungen und die erste Tankfüllung inkl. – so kann man den Wagen ohne Auftanken zurückbringen. Der Gesamtbetrag inkl. dem Upgrade auf einen „SUV“ hat uns für die 20 Tage ziemlich genau 1’200.- gekostet – ein super Deal für uns 😉

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  • 2013-10-19

Eingecheckt haben wir bereits gestern Abend per „Compi“, also noch das Gepäck abgeben, durch die Sicherheit und ab in die Lounge. Von hier schreibe und stelle ich nun auch die Berichte der letzten zwei Tage online – bei einem guten Glas „Pino Grigio“. Wir haben vier Stunden Zeit. Ist aber nicht so schlimm, es gibt tolle Verpflegung und den Tagi wie auch die NZZ.

Hier endet der USA 2013 Blog, vielen Dank für euer Interesse, diese erlebnisreichen Tage mit uns zu teilen. Eventuell seid ihr ja das nächste Jahr auch wieder dabei wenn es heisst „Ab nach Florida“.

Beste Grüsse Sybille, und Rolf

Feedback: rolf (at) menzi.li